Neurofeedback
Jedes zehnte Neunjährige Kind in Deutschland hat die Diagnose AD(H)S, davon 60 Prozent Jungen, 40 Prozent Mädchen. Sie leiden unter Sprach- und Konzentrationsstörungen. Bisher werden sie vor allem mit Psychopharmaka behandelt, die Neben- wirkungen wie Übelkeit oder Wahnvorstellungen hervorrufen.
Neurofeedback,
. . . und Biofeedback ermöglichen die Bewusstwerdung von Stress und wie ein positiver Umgang damit erlernt werden kann. Es ermöglicht einen Zugang zu unbewusst ablaufenden körperlichen Reaktions- und Handlungsmustern und fördert Selbstwahrnehmung. Somit können natürliche Regulierungsmechanismen aktiviert werden.

Neurofeedback,

das vor über 30 Jahren in den USA entdeckt und seitdem ständig weiterentwickelt wurde, ist eine Methode, bei der dem Patienten ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, über die man für gewöhnlich keine Wahrnehmung hat, wahrnehmbar gemacht werden.

Wie das Wort Neurofeedback schon sagt, setzt es sich aus zwei Komponenten zusammen: „Neuro-“, das für Nerven, Neuronen oder Neuronale Netzwerke steht, also unser Gehirn und „-feedback“ bedeutet Rückmeldung / Rückkopplung.

Durch das sogenannte EEG (Elektroenzephalogramm), können wir die arbeit des Gehirns sichtbar machen und messen. Dies sind die sogenannten Hirnströme, die dadurch jetzt für uns wahrnehmbar, d.h. therapierbar werden.

Die Therapie besteht darin, das Gehirn für ein bestimmtes Verhalten zu belohnen, für andere Verhaltensweisen zu hemmen und diese Information dem Patienten zurückzumelden, in form von visueller, akustischer und taktiler Rückkopplung.

Durch dieses Feedback ist es möglich, abnorme Gehirn­wellen­aktivität zu verändern und damit eine Verbesserung psychischer sowie physischer Symptome/­Funktionen zu erreichen.

Beim Neurofeedback werden Elek­troden auf den Kopf geklebt, um dann die elek­trische Akti­vität des Gehirns mittels EEG auf­zu­zeich­nen. Diese EEG-Wellen (Rhythmen) geben in ganz be­stimmter Weise Aus­kunft über ge­wisse Zu­stände und kognitive Pro­zesse im zen­tralen Nerven­system. Dabei steht zweifels­frei fest, dass sich diese Wellen­muster je nach psychischem und physischem Zustand des Menschen ändern.

Die Methode wird z. B. im Hin­blick auf AD(H)S bereits mit großem Erfolg angewendet.

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